Salzburg - Als Mark Twain mal etwas schnippisch bemerkte, dass alle vom Wetter redeten, aber keiner etwas dagegen täte, war das nur die halbe Wahrheit. Denn viele tun etwas gegen das Wetter: Sie fliehen. Besonders der verzärtelte und extrem wetterfühlige Kulturmensch gilt seit jeher als Eskapist, als Realitätsflüchtling, der schwitzend oder frierend gen Himmel blickt.

Und wenn er dann noch in einer großen Stadt lebt und es Sommer ist, hält ihn nichts mehr in seiner Bude, er packt, falls er das nötige Geld besitzt, seine Bücher und Badeanzüge ein und verabschiedet sich in die viel gerühmte Sommerfrische. Die vermutet er weit draußen auf dem Land, wo die Kühe muhen, die Mücken stechen und die Bauern keine Neurosen kennen, wo die Berge warten und man sein überhitztes Berliner, Wiener oder Münchener Stadthirn von einer frischen Brise durchpusten lassen kann.

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