Fahnen mit der Aufschrift „Frankfurter Buchmesse“ wehen vor dem Messeturm. Viel mehr bewegt sich da jedoch nicht. 
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die Übergänge sind fließend in diesem Jahr. Die gesamte Frankfurter Messe, normalerweise die größte in der Welt, findet theoretisch von diesem Mittwoch bis kommenden Sonntag statt – nach der Eröffnung am Dienstagabend durch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem israelischen Schriftsteller David Grossman als Festredner. Da aber alles, was nicht wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, ins Internet verlagert worden ist, schwebt die Messe als Datenwolke überregional und ein bisschen zeitlos umher. 4400 Aussteller aus 103 Ländern haben sich digital angemeldet. Die Fachbesucher, die sonst die überteuerten Hotels der Stadt am Main füllen, treffen sich im Netz zu Konferenzen. Viele Verlagsgespräche, die im Halbstundentakt an den Ständen oder in der Halle der Literaturagenten abzulaufen pflegen, verteilen sich als Chats und Telefonate über den ganzen Herbst. Und so steht auch das Konzept der Vor-Ort-Messen selbst mit zur Diskussion. Mehrere Fachgespräche werden sich darum drehen, welche Zukunftskonzepte im digitalen Kontext zu entwickeln sind.

Die Messe ist normalerweise ein sehr wichtiges Mittel der Verlage, um auf ihre Bücher aufmerksam zu machen. Über 750 Gäste sprechen in den verschiedensten Formaten, dabei sind zum Beispiel die Autorinnen  Margaret Atwood, Leïla Slimani und Francesca Melandri, abrufbar ist alles auf Buchmesse.de. Wer Orientierung sucht, muss klicken. 

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