Am Ende, im sinkenden Licht, stehen sie als schwarze Schatten ununterscheidbar an seinem Sterbebett. Die Schwestern Caroline und Charlotte von Lengefeld, die im Leben Friedrich Schillers so zentrale wie unterschiedliche Rollen spielten, werden am Ende eins: Verloschene Erscheinungen des einen Eros, der die drei Menschen aneinander band. Dies ist eine der wenigen Einstellungen in „Die geliebten Schwestern“, in denen der Regisseur Dominik Graf seinen filmischen Realismus zugunsten eines symbolischen Bildes übersteigt.

Denn der Film als Ganzes soll etwas beglaubigen und nicht fantasieren: Dass Friedrich Schiller und zwei Schwestern aus verarmtem Adel sich auf eine Dreierbeziehung einlassen, dass drei junge Menschen zur Zeit der Französischen Revolution eine private Revolution verwirklichen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.