Bruce Willis, 65, versucht, das Beste aus der Corona-Krise zu machen. Der Schauspieler geriet im letzten Jahr deswegen schon in die Kritik, etwa weil er mit Freunden und Familie wilde Feste feierte – Kissenschlachten in Pyjamas. Nun wurde der „Die Hard“-Star wegen seines Laissez-faire aus einer Apotheke in Los Angeles geworfen. Wie mehrere US-Medien berichten, hatte Willis in dem „Rite Aid“ keinen Mundschutz dabei, sondern nur ein loses Halstuch, das weder Mund noch Nase bedeckte.

Darauf reagierten einige Kunden verärgert, wie das Promi-Portal Page Six berichtet, und beschwerten sich bei der Geschäftsleitung. Willis sei dann aufgefordert worden, den Laden zu verlassen, und habe „verärgert“ seine Einkäufe niedergelegt und die Drogerie verlassen. Weil das ganze per Bild festgehalten wurde und in den sozialen Netzwerken zu den erwartbaren Empörungswellen führte, konnte Willis die Angelegenheit dann nicht einfach auf sich beruhen lassen.

Gegenüber People.com gab er mittlerweile eine entschuldigend gemeinte Erklärung ab, in der er allerdings auch etwas geheimnisvoll anmerkte, ein „Fehler in der Beurteilung“ habe zum Rauswurf bei „Rite Aid“ geführt. Wie auch immer, die Botschaft sollte lauten: „Seid sicher da draußen und lasst uns weiter maskieren.“ Es folgte dann noch ein Video-Post auf seinem Instagram-Account, zu dem er auf Spanisch schrieb: „Bitte pass auf dich und andere auf! ❤️“

Dass sich Willis so schnell um eine öffentliche Abbitte bemühte, mag auch damit zusammenhängen, dass die Covid-19-Fälle derzeit in den USA rapide zunehmen. Nach Angaben der Behörden wurde das Los Angeles County in den letzten Wochen besonders hart von der Krankheit getroffen. Seit dem Beginn der Pandemie gab es laut LA Public Health fast eine Million positive Fälle. Derzeit würden im Durchschnitt zehn Personen in LA County positiv getestet – jede Minute!

In den USA haben sich laut Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore bislang mehr als 22,8 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Mehr als 380.000 Menschen starben an den Folgen. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.