Yorck Kinos
Foto:  Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinDort, wo sonst Filmtitel angekündigt sind, steht beim International in Mitte „Take care of each other“ – gebt aufeinander acht. Und beim Yorck in Kreuzberg heißt es „1. Pause seit 1977“. Diese möchte Georg Kloster, neben Christian Bräuer Geschäftsführer der Yorck-Gruppe, endlich beendet wissen.

Die Ankündigung auf der Webseite des Yorck, man habe sich „gemeinsam mit anderen Kinos in Berlin und Deutschland“ entschlossen, uns „auf eine Wiedereröffnung am 2. Juli vorzubereiten“, ist eine nachdrückliche Einladung an den Berliner Senat, die entsprechenden Beschlüsse dafür zu treffen. Den Kinobetrieb wieder aufzunehmen, braucht genaue Planung.

Foto: Yorck Kinogruppe
Zur Person

Georg Kloster ist zusammen mit . Christian Bräuer Geschäftsführer der Yorck-Kinogruppe. 1978 übernahm er gemeinsam mit den damals jungen Cineasten Christian Meincke, Knut Steenwerth und Manfred Salzgeber das heruntergekommene Yorck-Kino am Mehringdamm. Im Februar 2020 gab ihm die AG Verleih, Verband unabhängiger Filmverleiher, ihren Ehrenpreis.

Georg Kloster verweist am Telefon daraufhin, dass nicht nur die Mitarbeiter vorbereitet und die Kassen umprogrammiert werden müssen, wenn es nur ausgewählte Plätze geben soll. „Wenn wir wieder öffnen, wollen wir ein attraktives Programm zeigen, die Verleiher benötigen also auch entsprechend Vorlauf.“ Im Moment, da die Kinos in Hessen wieder spielen, andere Bundesländer folgen, da sei es dringend an der Zeit, auch in Berlin Vorbereitungen zu treffen. Kloster sagt: „Das Mischmasch derzeit ist nicht förderlich.“

Er hatte das Yorck 1978 mit drei Freunden übernommen und seither zu einer Gruppe entwickelt. Mittlerweile ist diese mit einem Freiluftkino und 14 Häusern der größte Kinoverbund Berlins und der größte Arthouse-Verbund bundesweit. Dazu gehört das elegante Delphi Lux am Bahnhof Zoo wie das bald 90 Jahre alte Blauer Stern in Pankow.  Das sind Kulturorte, die den Charakter eines Stadtviertels beeinflussen. Mit den starken Berlinale-Filmen „Undine“ und „Berlin Alexanderplatz“ möchte Kloster sie gern wieder beleben.