Der Autor Aras Ören
Foto: Robert Schlesinger/dpa

Berlin - Niyazi fragt: Kennst du Istanbul?, und spricht über sein Viertel Bebek. Aber eigentlich erzählt er von Berlin und seinen Nachbarn dort. „Als das mit Deutschland aufkam,/ sagte ich mir,/ so wie jedermann, ich auch:/ Deutschland ist ein kleines Amerika.“ Seine Worte haben einen warmen Klang, sind in einen Rhythmus gesetzt, der wie ein Spaziergang klingt, ein Stadtspaziergang. Niyazi ist eine berühmte Figur der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Weil aber hierzulande Kategorien der Abgrenzung so beliebt sind, gilt sein Erfinder Aras Ören als Begründer der migrantischen Literatur in Deutschland. Sein Buch „Was will Niyazi in der Naunynstraße?“, 1973 erschienen, brachte das multikulturellen Leben in West-Berlin in Poesie.

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