Schwarzrotgold in allen Formen: als riesiges, schlaffes Tuch, als Schärpe, als Luftballons auf der Festwiese. In Andrea Moses’ Inszenierung, die am Wochenende in der Staatsoper im Schillertheater Premiere hatte, spielt die Deutschlandfahne eine Hauptrolle. Es geht also um uns heute. Moses möchte damit auf der Opernbühne nachholen, was im Fußball mit der Weltmeisterschaft 2006 begann: einen Umgang der Deutschen mit ihrer Nationalität, der landläufig als unverkrampft bezeichnet wird. Wagners „Meistersinger“ zu entkrampfen, die Kultoper der Nazis mit berüchtigt nationalistischer Festwiesenansprache des Hans Sachs, das ist kein geringes Wagnis. Am Ende gibt es einhelligen Jubel für das Regieteam.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.