Es war die Zeit, als man auch an der Tankstelle rauchte. Tankdeckel auf, Zapfpistole rein und den Sprit strömen lassen, alles mit glühender Kippe im Mund. Auch das hat Olivier Assayas nicht vergessen, man sieht es in nostalgischer Detailtreue in seinem neuen Film. Die 1970er-Jahre lassen den 1955 geborenen Assayas nicht mehr los. Nach der gefeierten Terrorismusstudie „Carlos – Der Schakal“ von 2010, dem autobiografisch getönten Film „Kaltes Wasser“ von 1994 nun „Die wilde Zeit“. Wieder handelt dieser Film von linken Jugendlichen, wieder ist er autobiografisch gefärbt, und wieder spielt er „nach dem Mai“ – so nämlich heißt er im Original: „Après Mai“, eine zeitliche Situierung, die Assayas sehr wichtig ist.

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