BerlinNach dem Anschlag auf Kunst in mehreren Museen auf der Museumsinsel in Berlin soll es bei den Staatlichen Museen zu einer ersten internen Reaktion gekommen sein. Nach Angaben des RBB wurde gegen den Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, jetzt eine offizielle Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Genauere Details wurden bisher nicht veröffentlicht, die Staatlichen Museen haben auf die Meldung bislang nicht reagiert. Kulturministerin Monika Grütters kritisierte schon kurz nach dem bekannt werden der Kunstzerstörungen die Sicherheitsstandards in den Museen. 

Am 3. Oktober hatte ein oder mehrere Täter über 70 Kunstgegenstände in vier Einrichtungen der Staatlichen Museen in Berlin beschädigt, unter anderem im Pergamonmuseum sowie in der Alten Nationalgalerie. Eine Mitarbeiterin hatte die Schäden festgestellt und die Direktion informiert. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde die Nachricht über die Beschädigungen bis Anfang dieser Woche zurückgehalten. Noch ist unklar, wer hinter den Beschädigungen stecken könnte. 

Ob der Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann, der vor dem Anschlag in einer Telegram-Gruppe verlautbart hatte, das Pergamonmuseum sei Zentrum der „globalen Satanisten-Szene und Corona-Verbrecher“, hinter dem Anschlag stehen oder Anhänger zu einer solchen Tat aufgehetzt haben könnte, darüber will man zu diesem Zeitpunkt weder seitens der Polizei, noch der SPK spekulieren.