Köln - Komiker Dieter Nuhr hat auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken viel Kritik für seine Äußerungen gegen Klimaaktivistin Greta Thunberg geerntet. In seiner ARD-Sendung „Nuhr im Ersten“ riss der 58-Jährige Witze auch über die Fridays-for-Future-Demonstrationen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Kabarettist aneckt.

„Wie geschmacklos ist das denn bitte“

Unter anderem witzelte Nuhr: „Meine Tochter geht ja auch zu den Freitagsdemonstrationen, deswegen heize ich nicht mehr im Kinderzimmer“. Außerdem sagte er: „Wenn unsere Kinder meinen, dass man die Welt mit Sonne und ein bisschen Wind antreiben könne, dann sollten wir ihnen ein Laufrad mit Dynamo ins Kinderzimmer stellen.“ Das ging vielen Zuschauern zu weit – sie äußerten ihren Ärger in den sozialen Netzwerken.

„Wie geschmacklos ist das denn bitte. Es tut mir fast körperlich weh, dass ich mit meinen Gebühren Ihre Show mitfinanzieren muss", schrieb ein Zuschauer. Für ihn sei dies keine Satire mehr, sondern reine Meinung, die außerhalb von Kommentaren in der ARD nichts zu suchen habe. Eine andere Zuschauerin geht sogar noch weiter und nennt den Komiker einen „reaktionären Populisten“.

Auch Zuspruch für Nuhr

Aber auch aus dem anderen Lager meldeten sich Zuschauer. Sie befürworteten die Kritik, die Nuhr äußerte. Der Komiker führe nur aus, dass der Hype um Greta Thunberg zu weit gehe. Auf Twitter trendete das Hashtag #Nuhr am Montagmorgen.

Ansatz für die Kritik von Dieter Nuhr sind die Äußerungen von Thunberg beim UN-Klimagipfel. Die junge Schwedin hatte vehement die führenden Politiker kritisiert. Ihre Worte „How dare you“ (dt.: Wie könnt ihr es wagen) sind zur geflügelten Phrase geworden.

Bereits in der Vergangenheit war Nuhr mit seinen Sprüchen in die Kritik geraten. Zuletzt machte er Schlagzeilen, weil er seine ARD-Show bewarb, indem er einen Einspieler zum Mauerfall umdichtete. (mab)