Die von Wilhelm II. am 1. August 1914 befohlene Mobilisierung war gerade erst angelaufen. Noch hoffte mancher auf Frieden. Doch in der Berliner Königlichen Bibliothek ließ Direktor Adolf von Harnack am 5. August beschließen: „Allen Franzosen, Engländern, Russen, Serben“ sei die Benutzung der Bibliothek untersagt. Feindschaft auf ewig wird hier angekündigt. Und zweitens: Es solle eine „Kriegsbibliothek“ angelegt werden, um Druckschriften, Briefe, Fotos, Postkarten zu sammeln. Ein Unternehmen, das das Intellektuellen-Schloss Unter den Linden einfügte in die nationalistische „Auf-nach-Paris“-Euphorie auf den Straßen.

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