Leipzig - In der nächsten Woche kommt ein Film in die Kinos, der eine unglaubliche Geschichte erzählt. Sie spielt im Taï-Nationalpark im Südwesten der Elfenbeinküste und handelt von einem jungen Schimpansen, der zunächst unbeschwerte Tage im Schoße eines Affenclans verbringt. Oskar, wie das Tier genannt wird, verlebt viel Zeit mit seiner Mutter Isha, er lernt von ihr, wie man Nüsse knackt, wobei er manchen Fehlversuch zu verkraften hat. Er tobt mit den anderen Halbwüchsigen durch den Regenwald, er führt ein glückliches Affenleben, bis er eines Tages beim Angriff einer rivalisierenden Schimpansengruppe seine Mutter verliert.

Nun ist Oskar auf sich allein gestellt. Er magert ab, wird immer schwächer, droht zu verhungern. Doch dann nimmt sich Freddy, der Chef der Gruppe, des Jungen an. Er gewährt Oskar sogar Platz auf seinem Rücken und trägt ihn durch den Urwald, wie es sonst meist nur die Mütter tun. Am Ende des Films sieht man, wie Oskar sich mit seinen dünnen Ärmchen an ihn klammert. Was für ein Bild, was für eine Moral – das mächtige Alphatier adoptiert ein Waisenkind.

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