Es ist dieser eine magische Moment, den es nur alle fünf Jahre gibt: Die Documenta in Kassel öffnet ihre Tore und lüftet den Schleier um die beteiligten Künstler und die Werke, die zu sehen sind. Es ist eben immer noch die wichtigste Ausstellung der Welt, und das mitten in der nordhessischen Provinz. Der Oberbürgermeister hatte recht, als er sagte: „Die Documenta gibt es nur wegen Kassel. Und sie funktioniert nur in Kassel.“ Er hätte vielleicht noch hinzufügen sollen: „Was wäre Kassel ohne die Documenta?“ Aber bevor die Vorstellung der Documenta-Macherin begann, trat erst einmal die Künstlerin Ceal Floyer ans Mikrofon und biss in einer fünfminütigen Performance ihre Fingernägel ab – hörbarer, als einem lieb war. War das eine Einstimmung auf den langen intellektuellen Vortrag, den Carolyn Christov-Bakargiev statt eines mediengerecht kurzen Statements kurz darauf der versammelten Presse zumuten sollte?

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