Sie kam in den späten 1970er-Jahren aus Südasien und löste ein Massensterben aus. In ihren angestammten Herkunftsgebieten lebt die Varroamilbe mit der Biene zwar auch nicht in Harmonie und Symbiose, doch haben die Bienen mit der Zeit Resistenzen entwickelt und kommen daher mit einem Befall durch die Milben wesentlich besser klar. In Europa hingegen fielen und fallen sie ihr völkerweise zum Opfer. Seither sinnen Imker und Bienenfreunde, Forscher und Wissenschaftler aller Couleur auf Lösungen und suchen nach Möglichkeiten, des Problems Herr zu werden. Wobei sich die Überlegungen interessanterweise auch entlang der Frage bewegen, ob man auf Resistenzenbildung setzen, also den Lauf der Natur abwarten soll oder ob Medikamentierung und damit die chemische Keule das Mittel der Wahl sein sollte. Durchseuchung oder Impfung? Das klingt doch bekannt.

„Eine Frage der Haltung“, der Titel des Dokumentarfilms von Felix Remter und Miriam Remter, spielt allerdings nicht nur auf alternative Behandlungsmethoden an, sondern meint darüber hinaus eine generelle Einstellung: Betrachtet man die Honigbiene als Nutztier, Haustier oder Wildtier? Und welche Form des Umgangs resultiert jeweils daraus? In der Art und Weise also, in der einer seine Bienenvölker hält, kommt die Haltung zum Ausdruck, die er gegenüber der Biene und ihrer Lebensgestaltung hat.

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