Die Stimme von Hanna Schygulla duftet wie ein frischer Hefezopf. Knusprig, dampfend, herrlich gemütlich liest sie aus alten Erinnerungen vor: Die Straßen seien voller Bäckereien gewesen. Jede einzelne von ihnen hatte sich spezialisiert: auf „Bejgel“, Kringel, Brote, mit Mohn oder ohne. Dazu sieht man bewegte Schwarz-Weiß-Bilder aus Słonim, einem damals polnischen, heute weißrussischen Städtchen, wo Issa und Szczara zusammenfließen.

Aufgenommen wurden sie im Jahr 1929 von einem Amateurfilmer, einem polnischen Juden, der in die USA ausgewandert war und nun auf Besuch heimkam, um zu sehen, wie die „Mischpoche“ so lebte und um vielleicht hier und da zu helfen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.