Wer durch die niederrheinische Ebene von Düsseldorf auf der Landstraße nach Erkelenz fährt, hat zur Linken öfter einmal den Blick in ein Loch. Ein Loch so groß wie ein Achtel von Berlin. Gut 100 Quadratkilometer groß, bis zu 100 Meter tief. Aus der Luft muss es aussehen, als wenn ein Riese seine Krallen einmal längs gezogen hat, die gewaltigen Maschinen wirken wie Spielzeug.

Garzweiler II heißt dieser Tagebau, seit dem 19. Jahrhundert wird hier Braunkohle geschürft, vor allem für den Betrieb von Großkraftwerken des Energiekonzerns RWE. 1,3 Milliarden Tonnen Brennstoff liegen alleine hier. Bäume und Büsche scheinen nur gesetzt, um diese Wunde in der Erde zu kaschieren. 1995 genehmigte die auch damals von der SPD geführte Landesregierung – die Grünen beugten sich der Koalitionsräson – den weiteren Ausbau des Tagebaus bis wenigstens 2044.

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