Das Flugzeug, in dem Tessa Berens und Jim Kripps sitzen, kommt lädiert in New York an. Ebenfalls lädiert verspäten sich die beiden zum gemeinsamen Schauen des Super Bowl mit einem befreundeten älteren Paar und einem jungen Mann, ehemaliger Student der Gastgeberin. Als sie zusammentreffen, ist alles anders als bisher. Aber ob damit eine neue Zeitrechnung beginnt, vermag niemand zu sagen. Don DeLillo lässt in seinem Roman „Die Stille“ die Welt, wie wir sie kennen, erschüttern.

Wenige Wochen vor der Corona-Pandemie habe er das Buch geschrieben, teilt der Verlag mit, stimmt mit dem Klappentext auf „verblüffende Parallelen zur aktuellen Situation“ ein. Sie sind sogar wortwörtlich enthalten, denn Tessa, die Dichterin, hält eine kleine Warnrede vor den Freunden, die zunächst die Umweltkatastrophen der jüngsten Zeit aneinanderreiht. „Aber dazu kommt, was wir alle noch frisch in Erinnerung haben“, sagt sie, „das Virus, die Seuche, Corona, die Märsche durch die Flughäfen, die Masken, die entleerten Straßen der Städte.“

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