Aus einem alten mecklenburgischen Adelsgeschlecht stammend, nimmt Helmuth James Graf von Moltke (1907–1945), der Begründer des „Kreisauer Kreises“, zusammen mit seiner Frau Freya (1911–2010) eine heute unbestrittene Rolle als deutscher Widerstandskämpfer und Vordenker eines „anderen Deutschland“ ein.

Beschäftigt man sich mit ihnen und ihrem Weg in den aktiven Widerstand, so erfasst man beider Persönlichkeit und Denken vor allem durch die beiden Bände der Briefe aus dem Gefängnis Tegel zwischen 1939 und 1945. Gerade diese persönlichen Zeugnisse einer großen Liebe stehen für eine Haltung gegen den Geist der Enge und der Gewalt, der Überheblichkeit und mangelnden Ehrfurcht vor anderen. Die Briefe bringen ein Ethos des Gewissens zum Ausdruck, das den Messstab ihres Denkens verdeutlicht und den Gegenentwurf gegen das Verhängnis der deutschen Diktatur definiert.

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