Emma Drogunova
Foto: Berliner Zeitung/Christian Schulz

BerlinEmma Drogunova gilt spätestens seit ihrer Auszeichnung als „European Shooting Star“ auf der 69. Berlinale als eines der größten Talente im deutschen Film. Während viele ihrer Kollegen noch darauf warten, dass coronabedingt unterbrochene Produktionen endlich wieder anfahren, steht die Berlinerin schon wieder vor der Kamera. 

In Köln wird gerade der Studioteil der achtteiligen Magenta-TV-Serie „Wild Republic“ (später auch auf Arte und in der ARD zu sehen) gedreht, in der eine Gruppe junger Straftäter an einem Resozialisierungsprogramm nach dem Motto „Streetkids back to nature“ in den Alpen teilnimmt.

Dass sie nun schon mit Kollegen wie Merlin Rose, Rouven Israel und Maria Dragus vor der Kamera stehen kann, hat auch damit zu tun, dass es sich um einen Film mit klar eingegrenztem Ensemble und ohne Komparsen handelt. Wobei vieles beachtet wird: „Jeder trägt Maske, außer den Schauspielern während der Szenen. Wir wurden alle getestet. Bei den Schauspielern wird der Test jede Woche wiederholt. Und jeden Tag wird Fieber gemessen.“ 

Großes Risiko: Bei einer Infektion steht Produktion auf dem Spiel

Das Drehteam wurde in drei Gruppen aufgeteilt, deren Mitglieder einander nicht begegnen. Und persönliche Disziplin außerhalb der Dreharbeiten gehört auch dazu: „Wir sehen die Leute in Köln schon in Restaurants gehen, das machen wir aber nicht. Wir halten uns an die strengeren Regeln aus der Zeit vor den Lockerungen.“ Schließlich steht die ganze Produktion auf dem Spiel, für die ein Corona-Ausbruch im Team einen Rückschlag bedeuten würde. „Im August geht es zu den Außenaufnahmen nach Südtirol. Ich freue mich auf die Arbeit in der Natur, das werden krasse Wochen.“

Bis Ende Oktober ist die Schauspielerin noch „mit diesen Verrückten hier verhaftet“, wie sie ihre Ensemblekollegen umschreibt. Es besteht also eine realistische Chance, dass sie mit denen auch Geburtstagskuchen isst, denn Emma Drogunova wird am 29. Oktober 25 Jahre alt. Kein Alter, das ihr Kopfzerbrechen bereiten würde. Obwohl: „Ich habe mal gelesen, dass der Körper ab 25 abbaut. Ich fand das ganz witzig, dass der demnächst anfängt, sich aufzulösen. Aber ich mache mir darüber keine Platte!“

Wenn die Serie abgedreht ist, will sie sich eine Ortsveränderung gönnen: „Ich gehe dann nach Wien, Paris oder Hamburg. Zum Probewohnen. Ich mag es, woanders zu sein. Vielleicht komme ich zurück nach Berlin und packe meine Koffer für immer. Mich hat der Mut gepackt, vielleicht kommt das von der Serie.“