Im Klassenraum Gerhard Richters an der Düsseldorfer Kunstakademie im Jahre 1962. Rechts Malerfreund Manfred Kuttner.
Foto: SKD/Gerhard-Richter Archiv Albertinum

Dresden-Ein halbes Jahr vor dem Mauerbau 1961 gelang dem heute weltberühmten Dresdner Maler Gerhard Richter die Flucht aus der DDR. Fast nichts ist übrig von seiner  Kunst im Osten. Er würde es wohl auch nicht zeigen. Diese Aussage über jene Zeit allerdings machte er: „Mir ging es ja zum Schluss relativ gut in der DDR. Mit der Berufsbezeichnung Wandmaler war ich nicht den Formalismus-Vorwürfen ausgesetzt wie die Tafelmaler. Außerdem bekam ich Aufträge für Wandgestaltungen, ich hätte davon leben können, wäre auch leidlich unbehelligt vom System geblieben. Aber das war eine unbefriedigende Aussicht ...“ Richter empfand die stalinistische Kunstpolitik „unecht und unfrei". Ihn interessierten die an keine  inhaltlichen, gar ideologischen Vorgaben gebundenen Stile der Westkunst. Er wollte sie alle ausprobieren.

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