Drew Barrymore, 45, vermarktet ihr turbulentes Liebes- und Beziehungsleben schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich. Auf ihrer Website und vor allem in ihrer Talkshow bietet die Schauspielerin regelmäßig tiefere, zumeist sehr plaudertaschig und humorvoll dargereichte Einblicke in Privates. Und so wissen wir auch, dass Barrymore die Dating-App „Raya“ benutzt, sie warb unlängst für diese angeblich mit paarungsbereiten Promis randvoll ausgestattete Applikation fürs Smartphone. Offenbar folgte jetzt, vollkommen überraschend, die Enttäuschung: Die Promi-App hält nicht, was sie verspricht – nur Luschen fänden sich dort, Blender und Bremser.

In der neuesten Ausgabe der „Drew Barrymore Show“ werden wir auf Stand gebracht. „Jeder Kerl sieht hier wie der andere aus“, lautet das nüchterne Resümee. „Alle sind entweder Surfer oder Fotograf, sie haben einem Hund und zeigen sich als perfekter Onkel für die Kids ihrer Freunde.“ Als Barrymore in dem Einerlei doch noch den passenden Mann fand, endete das Treffen in einem Debakel: „Er hat mir genau zu dem Zeitpunkt, an dem wir uns treffen wollten, geschrieben, dass er doch nicht kommt. Ich habe zurückgeschrieben: ‚Wenn du schon ein Arsch bist, kannst du das nicht eine Stunde vor der Verabredung sein?‘ Das hätte mir viel Zeit gespart. Ich bin mir so dumm vorgekommen!“

Allerdings gibt es einen etwas ernsteren Hintergrund: Barrymore ist über die geradezu unmenschliche, in jedem Fall aber einschüchternde Körperdressur bei den Frauen entsetzt: Die sähen alle so gut aus, so perfekt, zu schön, um wahr zu sein. „Ich habe mir mal bei einem Kumpel die Frauen angeschaut und konnte nicht glauben, wie schön die alle waren. Sie stellen Bikinifotos rein und sehen aus wie aus dem Victoria’s-Secret-Katalog. Ich habe dagegen einen Körper, der zwei Babys gemacht hat. Wie kann ich da mithalten, wenn wir uns um dieselben Männer bemühen?“ Barrymore entschied sich offenbar, bei diesem Wettbewerb nicht mitzumachen – und löschte die vermaledeite App wieder.

Barrymore hat ansonsten recht: Das Paarungstool erweist sich bei näherer Betrachtung als ein wettbewerbsgetriebenes Disziplinierungsinstrument für Frauen – die sollen sich schlecht fühlen. Und ansonsten einer Körpernorm mit Promi-Nimbus unterwerfen.