Michelle Hunziker ist beeindruckt – allerdings nicht von den ihr dargebotenen Gesangskünsten, sondern von dem Juror an ihrer Seite: „Der Dieter hat ja ein Herz“, säuselt sie, nachdem sich Bohlen ein freundliches Wort zu einem der Nachwuchsstars abgequält hat. Es ist die dritte Ausgabe von DSDS Kids und die letzte vorm Finale. Bohlen hat es bald geschafft.

Es ist offensichtlich, dass dem Juror, der so gerne aneckt, die Rolle des väterlichen Förderers nicht unbedingt liegt. Die Umarmungen mit den Kindern wirken steif und seine Sprüche sind zwar jugendfrei, aber herzlich sind sie nicht. Bohlen tut sich nicht leicht mit den Mädchen und Jungen, die hier auftreten. Denn nur die wenigsten können das, was sie zum Besten geben, auch einigermaßen gut singen. Als Topkritiker bei „Deutschland sucht den Superstar“ sind dem Juror bei der Kinderausgabe die Hände gebunden.  Das muss ihn ärgern, ebenso wie die Tatsache, dass die Nachwuchsstars nicht einmal wissen, was „ein Pop-Titan“ ist. Es geht doch nicht um einen Pop-Titanen, es geht um DEN Pop-Titanen, den einzigen.

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