Albrecht Dürer hatte nichts. Er kam aus dem Süden, aus Italien, im Reisegepäck zahllose Handzeichnungen, Aquarelle, ein Selbstbildnis in Öl, entstanden in Süddeutschland. Als der Goldschmiedsohn drei Tage vor seinem 23. Geburtstag wieder in Nürnberg eintraf, war er vier Jahre fortgewesen. Dürer, am 21. Mai 1471 geboren, Kind eines „herkomlings“ aus Ungarn, hatte die Wanderschaft gesucht. Als Handwerksgeselle – die Malerei war ein Handwerk – war das üblich. Ohne Werkstatt stand er auf eigenen Füßen. Er ist, wie es in der Nürnberger Dürerschau heißt, nichts anderes als ein ein „Start-up-Unternehmer“.

Albrecht Dürer hatte alles. Für den Künstler mit dem ausgeprägten Ego war das, neben seinem begnadeten Talent und ruhelosen Unternehmergeist, sein Umfeld, Nürnberg. Mit der Schau „Der frühe Dürer“ sind 120 Dürer-Werke nach Nürnberg gekommen, erneut zum Paar vereint wurden das Bildnis von Dürers Mutter (aus dem Germanischen Nationalmuseum) und das Vater-Porträt (aus den Uffizien von Florenz).

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.