Die Kunsthochschule Weißensee.
Quelle: imago/Lem

Berlin - Die Aufregung um den kamerunischen Philosophen Achille Mbembe verdeutlichte es genauso wie die Kontroverse um das Jüdische Museum Berlin aus dem Vorjahr: An einer vermeintlichen oder tatsächlichen Unterstützung der Israel-Boykott-Kampagne BDS entzünden sich immer öfter scharfe Debatten über kulturpolitische Legitimität. Spätestens seit dem Beschluss der Bundesregierung aus von letztem Jahr, der die BDS-Argumentationsweise als antisemitisch einstufte, erscheinen die Fronten noch verhärteter und die Debatten noch klaustrophobischer als zuvor. Über 60 jüdische und israelische Wissenschaftler wehrten sich gegen den Beschluss

Jetzt zeichnet sich eine vergleichbare Debatte ab: Es geht um eine Veranstaltungsreihe der Kunsthochschule Weißensee. Die Homepage des Online-Programms „School for Unlearning Zionism“ an der zur Kunsthochschule gehörenden Kunsthalle am Hamburger Platz (KHHP) wurde kurzerhand von der Hochschule gelöscht. Fördergelder für das Programm wurden den Veranstaltern entzogen. Die Reihe, die noch bis Ende Oktober läuft, umfasst Vorträge und Workshops auf Hebräisch und Englisch, sowie Filmabende und eine Ausstellung.

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