Der Schauspieler Dieter Mann posiert auf einer Treppe.
Foto: dpa/Ronald Wittek

Berlin - Sein Start war rasant, die Karriere kometenhaft. Direkt von der Schauspielschule wurde der damals 23-Jährige ans Deutsche Theater engagiert, den Olymp. Weiter konnte man es im DDR-Theater nicht bringen. 1964 war das, als Mann in Viktor Rossows Stück „Unterwegs“ sein DT-Debüt gab. Die Geschichte eines rebellischen jungen Mannes, der gegen Bevormundung und normiertes Leben aufsteht und sich auf den Weg nach Sibirien macht, war sozialistisches Roadmovie auf dem Theater. Die Figur des aufsässigen Wolodja, die Mann spielte, bot mit ihrer unbalancierten Wucht zwischen selbstzerstörerischem Zweifel und schnodderiger Selbstsicherheit viel Identifikationsstoff – nicht nur für die, die damals jung waren -, als in den 1960er-Jahren die Welt nicht nur im Westen in Bewegung geraten war.

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