Filmregisseurin Nora Fingscheidt
Foto: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak

BerlinNora Fingscheidt, die Regisseurin des Films „Systemsprenger“ hat an diesem Wochenende mehrfach Grund zur Freude: Seit Sonnabendmittag ist ihr Spielfilmdebüt, das schon auf der Berlinale 2019 ausgezeichnet wurde, nominiert für den Europäischen Filmpreis. Die Auszeichnung wird am 7. Dezember in Berlin vergeben. Bei der Verkündung der Vorauswahl, die im Livestream aus Sevilla übertragen wurde, gehörte auch ihre Hauptdarstellerin, die elfjährige Helena Zengel, zu den Auserwählten, außerdem Alexander Scheer, der in Andreas Dresens Film „Gundermann“ die Hauptfigur spielt und singt.

Am Freitagabend bereits wurde der Günter Rohrbach Filmpreis, den die Günter Rohrbach Filmpreis Stiftung in Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Neunkirchen alljährlich vergibt, an „Systemsprenger“ verliehen. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert, Margarethe von Trotta hielt die Laudatio. „Systemsprenger“ geht auch in den Wettbewerb um einen Oscar. Der Film über ein wildes Mädchen, an dem die Erziehungssystem versagen, läuft derzeit noch in den deutschen Kinos.