Meist fällt mir das Schreiben auf Gran Canaria leicht, aber nicht bei diesem Thema. Die, gemessen an den Todesopfern, schlimmste Krise auf den Kanaren ist nicht die Pandemie, sondern die Crisis migratoria, die Flüchtlingskrise. Während ich bei einem unvorsichtigen Wellenbad kurz die Angst hatte, zu ersaufen, sind im letzten Jahr geschätzte 1000 Afrikaner tatsächlich in den riesigen kalten Wellen des Atlantiks ertrunken.

Knapp 20.000 Flüchtlinge haben es im letzten Jahr in hölzernen Booten lebend auf die Insel geschafft, wo sie unter fast unbeschreiblichen Bedingungen ohne Hoffnung hausen. Kaum einer von ihnen bekommt juristische Hilfe, sie sehen ihrer Abschiebung nach Marokko entgegen.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.