Wie kann man die Natur zum Internet-Star machen? Man muss nur ein Influencer sein. Ein Auszug aus dem Comic „Unfollow“ von Lukas Jüliger, Reprodukt-Verlag.
Quelle: Reprodukt-Verlag

Berlin - Eine Philosophie des Influencers muss noch geschrieben werden. Dabei wäre es höchste Zeit, denn schließlich besteht kein Zweifel daran, dass die Macht der großen Verlage schwindet und durch den Einfluss von Individuen abgelöst wird. Wenn Popstars wie Kanye West oder Taylor Swift auf ein drängendes Thema aufmerksam machen, dann kann das unter Umständen mehr Einfluss auf die Welt haben als ein Bestseller, ein Leitartikel oder ein Kabinettsbeschluss. 

Nicht zu Unrecht werden Forderungen laut, dass sich Influencer ihrer Macht stellen und ihrer Verantwortung bewusst sein müssen. Denn das Presserecht regelt die ethischen Standards im Journalismus, aber ein Influencer kann seine Inhalte frei und folgenreich verbreiten. Ob nun ein Aufruf zum Klimastreik oder zum Kauf eines neuen Make-up-Produkts – die Grenzen zwischen Manipulation und Information sind oft fließend. Wenn dann auch noch ein Medienexperte wie Donald Trump die Offenheit frei flottierender Digital-Zeichen entdeckt, landen Ethikstandards auf dem Müll.

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