Berlin - Angesichts des anhaltenden Aufmerksamkeitsentzugs für Kultur und kulturpolitische Nachrichten könnte man leicht zur Tagesordnung der Inzidenzwerte und Notverordnungen übergehen.

Oder doch nicht? Der Bundesrechnungshof hat den Finanzierungsplan des mutmaßlich 2026 am Potsdamer Platz fertiggestellten Museums der Moderne moniert. Eine darin vorgesehene pauschale Risikovorsorge für das wegen hoher Baukosten schon länger in der Kritik stehende Museum verstoße gegen das Haushaltsrecht, heißt es in einem Bericht der Rechnungsprüfer. Mittel für Risiken dürfen aber nur dann veranschlagt werden, wenn sie projektspezifisch hergeleitet und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Ohne es ausdrücklich zu sagen, wittert der Bundesrechnungshof hier ein sorgsam angelegtes Sparkissen. Er sieht 10,3 Millionen zu viel veranschlagt und fordert deshalb eine Kürzung des Haushaltsansatzes auf 354 Millionen Euro.

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