Ist unsere Stadt ein Mythos, der viele nährt und verschlingt? Was hält ihn am Leben? Berlin bei Nacht.
Foto: Frank Ramspott

Berlin - Die Angaben sind schwankend: 5000 bis 10.000 Künstler, dazu eine ungenaue Zahl von Autoren, leben in dieser Stadt, die von der Kultur in den Mund lebt und sich dabei mit sich selbst beschäftigt wie keine andere. Sie füttert ihren Mythos und sie macht nicht satt, auch heute, in den neuen Zwanzigern. Ob sie ebenso vergoldet werden, wie 100 Jahre zuvor, wird sich zeigen. Kein Blick trifft ins Herz dieser Mythenmaschine, kein Stethoskop ergründet ihr Prinzip. Jeder stochert im Getriebe, Patina fällt ab und man ist dankbar für ein wenig Kenntlichkeit. Da wäre Analyse hilfreich. Die verlangt Zeit und hat mit Walter Benjamins Schildkröte zu tun (dazu später). Vielleicht sollte man die Stadt mit Abstand und als Modell begreifen, beschreiben und in den Dialog zwingen. Wir versuchen das.

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