Berlin - Die FDP ist nicht zufrieden. Weniger noch: Ihr reicht es. Ein Jahr nach Beginn der Corona-Maßnahmen bräuchten „unsere Betriebe“, aber auch „unsere Soloselbständigen, Freiberuflerinnen, Künstler und Freelancerinnen“ jetzt „schnelle und unbürokratische Hilfe“. Und zwar, wie der entsprechende Plakatslogan heißt: „Unkomplizierte Direktauszahlungen vom Finanzamt statt endloses Antragswirrwarr“. So zu lesen auf dem Facebook-Account der Bundespartei.

An diesem Post erfreut nicht nur der souveräne Umgang mit dem Gendern und die geradezu üppige Attributierung der Freischaffenden. Sondern vor allem die Idee dahinter. Denn die endlose Ausdifferenzierung von Bundeszuwendungen an Kulturschaffende aller Arten in römisch durchnummerierte „Überbrückungshilfen“, bis Ende April zu beantragender „November- und Dezemberhilfe“ und „Neustarthilfen“, ist tatsächlich nur von gewieften, antragsgestählten Kräften zu durchdringen, die dafür wieder honoriert werden müssen und kaum vom handelsüblichen Künstler von nebenan.

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