Superstar Beyoncé: Ihr neuer Song „Black Parade“ wurde am Juneteenth-Gedenktag veröffentlicht. 
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Beyoncé (38) hat sich in der Debatte über Rassismus und Polizeigewalt mit einer positiven gesungenen Botschaft zu Wort gemeldet. Ihr neuer Song „Black Parade“, ein fast fünf Minuten langes Stück, wurde in den USA am Freitag, dem sogenannten Juneteenth-Gedenktag, veröffentlicht. Er ist der älteste Gedenktag zur Erinnerung an die Sklavenbefreiung in den USA. 

Das Lied feiert mit eingängigen HipHop-Beats und traditionellen afrikanischen Gesängen den Stolz der Schwarzen auf ihre Kultur. Mit „Wir haben Rhythmus/wir haben Stolz/wir bringen Könige zur Welt/wir erschaffen ganze Stämme“ lassen sich einige Textzeilen des Songs übersetzen. Am Sonntagmittag hatte das Stück allein auf YouTube schon fast 1,5 Millionen Aufrufe erzielt.

Zuvor hatte die 24-fache Grammy-Gewinnerin auf ihrer Website die zum Song passende „Black Parade“-Initiative vorgestellt und von Schwarzen geführte Geschäfte in den USA aufgelistet. „Ich hoffe, wir teilen auch weiterhin Freude und feiern uns, auch mitten im Kampf. Bitte erinnern Sie sich weiterhin an unsere Schönheit, Stärke und Kraft. ‚Black Parade‘ feiert Sie, Ihre Stimme und Ihre Freude, es wird kleinen Unternehmen im Besitz von Schwarzen zugute kommen“, erklärte die Sängerin auf Instagram. Beyoncé hatte schon kurz nach dem Tod des Schwarzen George Floyd in Minneapolis Ende Mai durch einen weißen Polizisten Gerechtigkeit für Afroamerikaner gefordert und den Rassismus in ihrem Land verurteilt.

Taylor Swift (30) hat sich ebenfalls mit dem Juneteenth-Gedenktag auseinandergesetzt und einen nationalen Feiertag gefordert. Juneteenth geht, wie oben erwähnt, auf die Sklavenbefreiung in den USA zurück: Am 19. Juni 1865, kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, hatte eine entsprechende Proklamation in Texas das Ende der Sklaverei verkündet. Swift hatte am Freitag auf Instagram ein Video veröffentlicht, in dem die schwarze Journalistin Danielle Young die Bedeutung des Tages erklärt.

Swift selbst habe sich entschieden, jeweils am 19. Juni allen ihren Mitarbeitern freizugeben, sodass sie den Freiheitstag begehen können. Sie und ihre Familie würden weiter über die Geschichte der Afroamerikaner lernen und sich gegen Rassismus starkmachen, erklärte Swift. Juneteenth wird in vielen US-Staaten zelebriert, zählt bisher aber nicht zu den offiziellen, landesweit geltenden Feiertagen.