Constanze Neumann im Aufbau-Verlag.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinConstanze Neumann räumt in ihrem Büro erst einmal den Tisch frei, auf dem einige Bücher so verteilt sind, dass sie sofort ins Auge fallen. Sigrid Nunez’ Buch „Der Freund“ mit der Dogge auf dem Cover ist dabei, ein Roman über Leben und Sterben, Liebe und Literatur, auch Oyinkan Braithwaites  „Meine Schwester, die Serienmörderin“. Es sind zwei Titel, die in diesem Jahr viel gekauft und viel gelobt wurden, nun finden sie Platz auf einem Stapel. Constanze Neumann holt Gläser mit Wasser und setzt sich aufrecht auf einen Stuhl, sie hat die gerade Haltung von Menschen, die vernünftig Sport treiben. Von ihrem Arbeitsplatz ertönt immer wieder das Ding-Dong ankommender E-Mails, sie zuckt nicht einmal, ist ganz aufs Gespräch eingestellt.

Auf den Fluren im vierten Stock des Aufbau-Hauses ist auch bei offener Tür kaum ein Geräusch zu hören. Einige Kollegen arbeiten noch im Homeoffice wegen der Pandemie, andere, wie die Pressechefin, die das Zimmer neben der Verlagsleiterin hat, sind im Urlaub. Constanze Neumann ist gerade zurück, unter normalen Umständen würde sie jetzt letzte Details für das Geburtstagsfest planen, denn am 16. August vor 75 Jahren wurde der Aufbau-Verlag gegründet.

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