Wo das „Opernhaus des Jahres“ stand, war bis 2018 eine eindeutige Sache: Die Zeitschrift „Opernwelt“ befragte die überregional tätigen Musikjournalisten und vergab die Auszeichnung nach häufigster Nennung in Form einer Pressemitteilung. Seit 2019 jedoch verteilt die Zeitschrift „Oper!“ ebenfalls „Awards“. Die Kategorien sind größtenteils die gleichen, nur entscheidet hier nicht die Mehrheit, sondern eine Jury. Außerdem will „Oper!“ seine Preise angemessen und würdig in einer öffentlichen Veranstaltung übergeben – die für Montagabend im Berliner Konzerthaus geplante Verleihung fällt jedoch dem staatlichen Kahlschlag zur Infektionsbekämpfung zum Opfer.

Es gibt zwei Übereinstimmungen: Die Weimarer Produktion von Paul Dessaus „Lanzelot“ ernannte die „Opernwelt“ zur „Wiederentdeckung“, „Oper!“ zur „Aufführung des Jahres“; und Tobias Kratzer wurde zweimal zum „Regisseur des Jahres“ gekürt – das wird dann wohl stimmen.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.