Black-Lives-Matter-Demonstration in Berlin.
Foto: AP/Michael Sohn

BerlinDie Amadeu-Antonio-Stiftung sagt es so: „Wenn Menschen nicht nach ihren individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften oder danach, was sie persönlich tun, sondern als Teil einer vermeintlich homogenen Gruppe beurteilt und abgewertet werden, dann ist das Rassismus.“ Das ist ein sehr weit gefasster, aber gerade darum zutreffender Begriff von Rassismus. Meist wird er enger gefasst und als die Vorstellung beschrieben, die Menschheit bestehe aus biologisch voneinander unterscheidbaren Rassen, unter denen die eigene an der Spitze der Hierarchie steht.

Als er im September 2007 seine Entzifferung des menschlichen Genoms bekanntgab, erklärte Craig Venter: „Der menschliche genetische Code bestimmt keine Rasse. Die ist ein rein gesellschaftliches Konstrukt. Es gibt mehr Unterschiede zwischen Menschen schwarzer Hautfarbe als zwischen Menschen schwarzer und heller Hautfarbe, und es gibt mehr Unterschiede zwischen den sogenannten Kaukasiern als zwischen Kaukasiern und Nicht-Kaukasiern.“

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