Der Philosoph Achille Mbembe
Foto: AFP

Berlin - Die Debatte um den Philosophen Achille Mbembe benötigt dringend Moderation im doppelten Sinne – Mäßigung hinsichtlich der Abstellung einer Hermeneutik des Verdachts, die beim Streitgegner nach anrüchigen Zitaten und unterstellten Absichten sucht, um ihn moralisch unmöglich zu machen. Und Moderation im Sinne einer neutralen Gesprächsführung, die einen ernsthaften Austausch von Argumenten erst ermöglicht, worum es im Fall Mbembe geht oder noch gehen könnte: das Verhältnis der Schoah zu anderen Großverbrechen wie der Sklaverei, dem Kolonialismus, der mit Annexionen arabischen Landes verbundenen Staatsgründung Israels in Palästina, der südafrikanischen Apartheid, dem armenischen Genozid, der Holodomor in der Ukraine in der sowjetischen Zeit, dem Neokolonialismus und Rassismus von heute – und so weiter. 

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.