Berlin - Das Deutsche Fernsehballett wird sich am Sonnabend mit einer Gala im MDR für immer von seinem Publikum verabschieden. Aber es ist kein Opfer der Pandemie, sein Ende bahnte sich eigentlich schon an, nachdem es seine Leiterin Emöke Pöstenyi 2002 verlassen hatte – nach 39 Jahren. So lange war sie das Gesicht des Fernsehballetts – als Solistin, als Teil des Showtanz-Duos Susan und Emöke, als Choreografin und unnachgiebige Leiterin des Ensembles. Sie prägte seine Glanzzeiten.

Die schöne Ungarin wuchs in Budapest auf, ging für eine gute Haltung zum Ballett und als 18-Jährige in die DDR, um Deutsch zu lernen. 171 Zentimeter groß, 54 Kilo leicht, begann sie am Theater Meiningen, bevor sie der Friedrichstadt-Palast 1961 in seine Girlreihe aufnahm. Das weckte ihren Ehrgeiz. Sie blieb nicht lange die Dritte von links, sondern trat solistisch auf, entwickelte eigene Choreografien für den Friedrichstadt-Palast, die Komische Oper, das Metropol-Theater, übernahm schließlich die Leitung des Fernsehballetts.

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