Berlin - Tue Gutes und rede nicht darüber. Der alte biblische Spruch von der Uneigennützigkeit wird derzeit großmütig beherzigt von mehr als einem Dutzend zeitgenössischer Berliner Künstlerinnen, die mitten im Corona-Lockdown und bei sehr eingeschränkten Kunstverkaufschancen dennoch eine Benefiz-Auktion ermöglichen. Sie gehören dem Verein Berliner Künstlerinnen 1867 e. V. an und spenden mehr als 100 Werke. Die einst am Askanischen Platz befindliche Zeichen- und Malschule dieses fortschrittlichen, dem reaktionären Geiste des Kaiserreiches entgegengesetzten Frauenbundes, ermöglichte einst Käthe Kollwitz eine professionelle Ausbildung, denn der Zugang zu staatlichen Kunstakademien war Frauen bis 1919 strikt verwehrt. Mitglieder des Vereins waren neben der Kollwitz auch Charlotte Berend-Corinth, Jeanne Mammen, Paula Modersohn-Becker, Marg Moll, Elisabet Ney, Harriet von Rathlef-Keilmann und Gertraud Rostosky. Das Vereinsarchiv wurde 2012 per Vertrag an das Archiv der Akademie der Künste übergeben.

Lotte Laserstein: „Frau, sich auf den Arm stützend“, undatiert, Graphitstift auf Papier (Skizzenblock).
Foto: VG Bild-Kunst 2020/ Jeschke van Vliet Auctions Berlin GmbH/Patrick Hertel

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