Berlin - Jedes Kind kannte sie. Fix und Fax, die frechen Comic-Mäuseknaben, die in der DDR genauso berühmt und beliebt waren wie die „Mosaik“-Helden Abrafaxe und Digedags. Ihr Schöpfer, der Zeichner Jürgen Kieser, ist nun im Alter von 97 Jahren gestorben.

Im Kreise seiner Familie sei er am Montag friedlich eingeschlafen, teilte am Dienstagabend der „Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag“ der Berliner Zeitung mit.

Jürgen Kieser dachte sich Comic-Mäuse Fix und Fax 

Der in Erkner geborene Kieser begann seine Karriere Anfang der 50er-Jahre. Er zeichnete Bildgeschichten in Magazinen und Zeitschriften wie „Die Schulpost“, „Die Trommel“ oder „Wochenpost“. Vor allem prägte er maßgeblich das Profil des Jugendmagazins „Frösi“ und der Kinderzeitschrift „Atze“.

Für „Atze“ hatte sich Kieser seine Comic-Mäuse Fix und Fax ausgedacht. „Mäuse sind niedliche Tiere“, so Kieser. Die Bildgeschichten, die in Versform erzählt wurden, waren der Renner. Insgesamt erschienen 350 Folgen monatlich zwischen 1958 und 1991.