Pasewalk - Das Stadtmuseum Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) erinnert mit einer neuen Ausstellung an den Maler und Grafiker Bruno Müller-Linow (1909-1997). Damit soll das Werk des in Pasewalk geborenen Künstlers, der in seiner Heimat lange in Vergessenheit geraten war, wieder bekannter gemacht werden, wie Museumsleiterin Anke Holstein am Freitag sagte. Die Ausstellung trägt den Titel „Zwei Künstler eine Heimat“, zeigt insgesamt 22 Arbeiten von Müller-Linow und vom Zeichner Paul Holz (1883-1938). Sie wird am 26. Juni eröffnet und läuft bis Ende August.

Holz gilt unter Kunstexperten als einer der wichtigsten Zeichner der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er lebte in Riesenbrück bei Pasewalk. An ihn erinnert schon länger wieder eine eigene Künstlergedenkstätte im Pasewalker Museum.

Müller-Linow war 1909 als Sohn eines Kürassiers in Pasewalk zur Welt gekommen. Zu der Zeit lehrte der 26-jährige Holz bereits als Lehrer in der Region, wie Holstein sagte. Beide Künstler entwickelten ihre eigene kraftvolle Bildsprache und schufen Bilder ihrer Heimat, des damaligen Pommern. Von Müller-Linow werden Radierungen gezeigt, die im Bestand des Museums sind. Der Künstler arbeitete von 1936 bis 1943 an einer Hochschule für Lehrerbildung in Lauenburg (Pommern), dem heute polnischen Lebork. Er hatte enge Beziehungen zur Kunstszene in Berlin und ging nach 1945 an die TH Darmstadt, wo er lange Zeit arbeitete.