Berlin - Nun liegt die Baugenehmigung vor: Der Schweizer Architekt Max Dudler wird einen zentralen Ort des Erzbistums Berlin neu gestalten. Das Bernhard-Lichtenberg-Haus an der Sankt Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz wird saniert, die Erweiterung aus den 1970er Jahren soll durch einen Neubau ersetzt werden. „Wir möchten in unmittelbarer Nähe dieser vielbesuchten Berliner Kultureinrichtungen und auch der Universität einen Ort der Ruhe jenseits der Menschenströme schaffen, der zum Austausch und Verweilen einlädt“, erklärte Dudler in einer Mitteilung der katholischen Kirche am Dienstag.

Geplant sind demnach unter anderem ein Café, eine Buchhandlung sowie öffentliche Räume der Begegnung und Meditation. Von Dudler stammt auch das Grimm-Zentrum, der Bibliotheksneubau der Berliner Humboldt-Universität, sowie die Diözesanbibliothek in Münster. Mit dem Vorliegen der Baugenehmigung für die Errichtung des Lichtenberg-Hauses können die Sanierung und der Teilneubau beginnen, wie die Kirche erläuterte.

Das frühere Pfarrhaus von Sankt Hedwig wurde zum Ende 2019 im Zusammenhang mit der Sanierung der Kathedrale geschlossen. Künftig soll es wieder Wohn- und Dienstsitz der Berliner Bischöfe sein. Für das Projekt sind 17 Millionen Euro vorgesehen, für die Kathedrale 43 Millionen Euro.