Montagmorgen, Schneeflocken fallen aus den langsam heller werdenden Wolken über Wroclaw. In den vier Ecken des Rynek, des großen Marktplatzes stehen noch Aufbauten aus jugendstilig verschlungenen Metallstäben. Der größte von ihnen wirkt wie eine kleine Kirche.

Trotz der Eiseskälte waren am Sonntagabend einige zehntausend Menschen auf den Rynek gekommen, um dem Zusammenbau dieses Gebildes aus Einzelpavillons zuzusehen, die sie zuvor in regelrechten Prozessionen vom Stadtrand herangebracht hatten. Man wärmte sich an Feuerkörben, tippelte, lästerte über den völlig überteuerten Glühwein. Es dauerte, der Platzzugang war verstopft, bis diese letzte Zeremonie der Eröffnungsparty in die Gänge kam, mit Bauarbeitern, Rollstuhlfahrern, Tänzern, Akrobaten.

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