Berlin - Erst vor wenigen Wochen hatten wir in einer Rezension von drei CDs dieses Hauses Anlass, über die Programmpolitik des Labels Harmonia Mundi zu sprechen. Hier wurden Künstler nicht als Cashcow betrachtet, sondern aufgebaut: Philippe Herreweghe, René Jacobs, William Christie, Andreas Staier, Isabelle Faust, Alexander Melnikov, Sebastien Daucier und sein Ensemble Correspondance – die Liste ließe sich leicht verlängern. Harmonia Mundi veröffentlichte viel und zugleich künstlerisch verantwortlich. Das rechnete sich nicht im Sinne großer Gewinne, trug sich aber trotz der Umsatzeinbrüche im CD-Markt.

Monat für Monat liest man die Ankündigung der neuen Veröffentlichungen mit Freude und Staunen: Wie ist eine solche Vielfalt überhaupt noch möglich? Weder Bernard Coutaz, der das Label 1958 gegründet hatte, noch seine Frau Eva verfolgten den Plan, mit ihrer Arbeit reich zu werden. „Weder mein Mann noch ich haben jemals aus unseren Anteilen Tantiemen gezogen. Was übrig bleibt, wird an die Mitarbeiter verteilt oder reinvestiert“, erzählte Eva Coutaz.

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