Als Syrienreisende Anfang der 90er-Jahre hatte ich bei dem Besuch in Palmyra nichts als die römischen Ruinen dort im Sinn, den Baal-Tempel, das Amphitheater, den Triumphbogen. Dass es in dieser Stadt mitten in der Wüste ein Gefängnis gab, eines der schlimmsten der Welt, erfuhr ich erst durch dieses Buch. Während ich als Touristin ahnungslos umher fuhr, saß der der syrische Autor Mustafa Khalifa in unmittelbarere Nähe in dieser Hölle. Doch sein Roman „Das Schneckenhaus“ ist keine Autobiografie, wie der deutsche Wikipedia-Eintrag glauben macht, der die Biografie des Protagonisten in seinem Roman als die des Autors ausgibt. Aber das Buch beruht natürlich auf seinen Erfahrungen im Tadmor-Gefängnis, das der syrische Lyriker Faraj Bayrakdar „ein Königreich des Todes und des Wahnsinns“ nannte.

Im Syrien Hafiz al-Assads

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