BerlinHeute behandeln wir an dieser Stelle die verdächtige Betonung des Wahrheitsgehalts einer Aussage durch das gedruckte Wort. Durch die sozialen Medien zugespielt wurde uns die Abbildung eines Zeitungsausschnittes. Es handelt sich um eine Kleinanzeige in einem nicht genannten Printprodukt: „Hallo Anja!“, heißt es da, „Weihnachtliche Grüße aus Berlin in den Vordertaunus. Ich versichere dir, dass ich nicht bei der Stasi gearbeitet habe. Bis bald, Christian.“ Verbreitet wurde das Fundstück durch den Facebook-Account mit dem Titel „Kurioses aus der Presseschau“, vielen Dank dafür.

Erst einmal zu Ihnen, Anja. Was machen Sie im Vordertaunus? Das ist doch im Westen! Sind Sie eine von den Ostfrauen, die ihren männlichen Mitmenschen an Intelligenz, Tatendrang (und vielleicht auch an Integrität) überlegen sind und beizeiten das Weite zu suchen vermochten? Verwenden Sie Papierzeitungen und bringen Sie gar Interesse für Annoncen auf? Ist Ihnen klar, dass für den Wahrheitsgehalt von Kleinanzeigen die Redaktion nicht zuständig ist?

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