San Fransisco - Mark Zuckerberg will 2018 auf Facebook die Bekämpfung von missbräuchlichen Inhalten verbessern. Das schrieb der Chef des sozialen Netzwerks in seiner Neujahrsbotschaft auf seiner Facebookseite. Für Facebook gebe es im neuen Jahr „viel zu tun“, so der Unternehmer. Schutz vor Missbrauch und Hass, vor Einmischung von Nationalstaaten in die Privatsphäre der Nutzer und auch dafür zu sorgen, dass die auf Facebook verbrachte Zeit gut angelegt sei.

Das soziale Netzwerk, das eigenen Angaben zufolge zwei Milliarden Nutzer hat, war im vergangenen Jahr vermehrt in die Kritik geraten. Facebook wurde insbesondere vorgeworfen, problematische Inhalte nicht wirksam zu bekämpfen, wie etwa Aufruf zum Hass, Verteidigung von Terrorismus oder sogenannte Fake News. Dies fiel zusammen mit Vorwürfen, Russland habe über Google, Twitter und Facebook in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingegriffen. Seine persönliche Herausforderung für das neue Jahr sei „die Lösung dieser wichtigen Fragen“, schrieb Zuckerberg nun.

Zuckerberg nennt keine konkreten Maßnahmen

Dabei vergleicht der 33-Jährige die kommenden Aufgaben mit denen des Jahres 2009, in dem die Finanzkrise auch Facebook aus der Bahn warf. Damals, so Zuckerberg, wäre das Netzwerk nicht profitabel gewesen, ein nachhaltiges Geschäftsmodell musste entwickelt werden. „Heute fühlt es sich sehr wie dieses Jahr an“, so Zuckerberg. 

„Die Welt ist ängstlich und geteilt, und Facebook hat eine Menge Arbeit vor sich“, fügt der Unternehmer an, dessen oberste Priorität jetzt darin bestehe, „diese wichtigen Probleme zu reparieren.“ Mit welchen Maßnahmen das allerdings passieren soll, ließ Zuckerberg offen.  

Und ohnehin: Nicht alle Fehler ließen sich vermeiden. Aber derzeit unterliefen Facebook zu viele Fehler in Bezug auf die Einhaltung der Regeln und der Vermeidung missbräuchlicher Benutzung. 

Seit 2009 jedes Jahr eine Herausforderung

Zuckerberg begann 2009, zu Jahresbeginn sich immer eine Herausforderung zu setzen, durch die er persönlich wachsen wolle, und diese mit seinen Followern zu teilen. In den vergangenen Jahren versuchte er mal, jeden Tag einen neuen Menschen außerhalb von Facebook kennen zu lernen oder auch jeden Bundesstaat der USA zu bereisen.

Dass nun sein Ziel direkt mit Facebook in Verbindung steht, erklärt Zuckerberg in seinem Post: „Ich denke, ich werde mehr durch die Problembekämpfung lernen als durch etwas, das nicht mit Facebook zu tun hat. Diese Probleme stehen in Verbindung mit geschichtlichen Fragen, Bürgerkunde, politischer Philosophie, Medien, Regierung und natürlich Technologie.“ (jl mit AFP)