BerlinMan möchte es sich eigentlich nicht vorstellen, schon gar nicht selbst erleben. Auch die Geschichte einer fremden Person zu erfahren, wenn auch nur lesend, ist schwer erträglich. Und doch scheinen viele Frauen und Männer nur darauf gewartet zu haben. Die Reaktionen folgten jedenfalls auf dem Fuße.

Nachdem Meghan Markle, ehemalige Schauspielerin und dem breiten Publikum seit ihrer Hochzeit mit dem britischen Prinzen Harry besser als Herzogin von Sussex bekannt, Ende November in der New York Times von ihrer erlittenen Fehlgeburt berichtete, applaudierte ein Großteil der Öffentlichkeit. Mutig seien ihre Zeilen, gäben Hoffnung. In dem sehr persönlichen Text schreibt Meghan, dass sie im Juli einen scharfen Krampf spürte und zu Boden fiel, als sie Sohn Archie wickelte. „Während ich mein erstgeborenes Kind im Arm hielt, wusste ich, dass ich mein zweites verlieren würde.“ Die 39-Jährige schreibt über eine „unerträgliche Trauer“, die viele erleben würden, obwohl kaum jemand wirklich darüber spreche. Gespräche über Fehlgeburten seien noch immer mit ungerechtfertigter Scham verbunden, ein „Kreislauf einsamer Trauer“ werde so fortgesetzt.

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