Zwei dokumentarische Formen, eine aus Italien und eine aus Schweiz, werfen anhand der Geschichten und Aussagen von Zeitzeugen den Blick bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück, ein Spielflim aus den USA erinnert an die frühen Tage der „Schwulenseuche“ Aids, die 1985 für existenzielle Verunsicherung sorgt. So unterschiedlich die Herangehensweisen, so deutlich wird doch, wie prekär die gesellschaftliche Situation für die Mehrheit der homosexuellen Männer in der Vergangenheit oft war. Wie schnell auch eine vermeintliche gesellschaftliche Duldung schwuler Lebensweisen ins aggressive Gegenteil kippen kann.

Das bekommt auch der römische Schlachtersohn im Film „Felice chi è diverso (Happy to Be Different)“ zu spüren, dessen Vater einst versuchte, die Homosexualität aus ihm herauszuprügeln. Der Junge haut ab, arbeitet in einem Bordell und wird seinen Erzeuger nie wieder sehen. Körperliche Gewalt hat das seit 1968 zusammenlebende bürgerliche Paar in dieser Form sicher nicht erfahren, aber auch die beiden haben ihre Beziehung nicht unbedingt an Außenstehende kommuniziert. Aber es gibt neben vielen anderen auch den offensichtlich aus dem Großbürgertum stammenden Mann, der von seinem tollen (Sex-)Leben schwärmt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.