Felix Klein: „Man sollte nicht alles nur legalistisch betrachten“

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, verteidigt die BDS-Resolution und erklärt, warum er dennoch das Gespräch mit Kritikern sucht.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Dr. Felix Klein.
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Dr. Felix Klein.imago images/photothek

Berlin-Der Diplomat Dr. Felix Klein stand 2020 in der Kritik, weil er dem kamerunischen Forscher Achille Mbembe vorwarf, den Holocaust verharmlost zu haben. Klein, den die Bundesregierung zum Beauftragten „für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus“ ernannt hat, mache Kritiker der israelischen Regierung mundtot – so der Vorwurf, den Wissenschaftlerinnen wie Eva Illouz und Judith Butler erhoben. Im Zentrum der Debatte stand die BDS-Resolution, eine 2019 verabschiedete Resolution des Bundestags, die besagt, dass zu staatlich finanzierten Veranstaltungen keine Referenten oder Künstler eingeladen werden sollen, die die Israel-Boykott-Kampagne BDS unterstützen. Ende 2020 positionierten sich zudem Kulturvertreter wie Susan Neiman und Thomas Oberender im Namen der Initiative GG 5.3 Weltoffenheit öffentlichkeitswirksam gegen missbräuchliche Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs und gegen die BDS-Resolution. Wir trafen Felix Klein zu einem Gespräch im Bundesministerium des Inneren.

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