Jörg Pose als Jedermann in den Armen von Natali Seelig als Buhlschaft, zu bei Schmalz zugleich als Tod auftritt. 
Foto: Arno Declair

Berlin - Man hätte alarmiert sein können, weil Ferdinand Schmalz in den ersten Sätzen so eine Art poetischen Manifests ausrufen lässt. Mit „Jedermann“ ein Stück Hugo von Hofmannsthals überschreibend, das in irrer Traditionsversessenheit seit einhundert Jahren vor dem Salzburger Dom runtergenudelt wird, greift der erfolgreiche österreichische Dramatiker auch auf den berühmten Lord-Chandos-Brief seines Vorgängers zurück. Darin verliert ein aristokratischer Poet die Fähigkeit zu dichten, weil er die konkreten Erscheinungen der Welt durch die Abstraktionen der Begriffe nicht mehr fassen zu können glaubt.

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